Umweltzeichen-Schule

Das Österreichische Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschulen (UZ 301) ist eine staatliche Auszeichnung für Bildungseinrichtungen, die nachhaltiges Handeln, Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheitsförderung sowie hohe Bildungsqualität fest im Schulalltag verankern. Es steht für umweltfreundliche Beschaffung, ressourcenschonendes Management und gelebte soziale Verantwortung.
Das UBZ begleitet und unterstützt Bildungseinrichtungen auf ihrem Weg zur Auszeichnung.
Ziel des Österreichischen Umweltzeichens ist es, alle am schulischen Alltag beteiligten Personengruppen dazu zu befähigen und zu motivieren, sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Lebenswelt einzusetzen. Die kontinuierliche Umsetzung von Umweltprojekten in der Schule soll dabei Impulse für verantwortungsvolles Handeln im Alltag geben.
Im Sinne eines ganzheitlichen Verständnisses umfasst der Begriff „Umwelt“ nicht nur ökologische Aspekte, sondern ebenso physische, psychische und soziale Gesundheit. Ökologische und pädagogische Maßnahmen in Schulen bewirken daher nicht nur positive Umweltauswirkungen und qualitative Verbesserungen innerhalb der Institution, sondern stärken zugleich das Umweltbewusstsein und das Gemeinschaftsgefühl der gesamten Schulgemeinschaft.
Das Umweltzeichen für Schulen ist in das bestehende System der Österreichischen Umweltzeichen eingebunden, um Synergien optimal zu nutzen. Es kann von allen Schultypen erworben werden. Die Auszeichnung wird jeweils für vier Jahre verliehen; Schulen sind dabei von der Nutzungsgebühr befreit.
Kriterien
Der Kriterienkatalog umfasst MUSS- und SOLL-Kriterien in zehn zentralen Bereichen: Umweltmanagement, Information und Soziales; Bildungsqualität und Bildung für nachhaltige Entwicklung; Gesundheit, Ergonomie und Innenraum; Energienutzung und -einsparung sowie Bauausführung; aktive Mobilität, Schulweg und Verkehr; Beschaffung und Unterrichtsmaterialien; Ernährung inklusive Speisen- und Getränkeangebote; chemische Produkte und Reinigung; Wasser, Abwasser, Abfallvermeidung und -reduktion sowie der schuleigene Außenraum.
Die MUSS-Kriterien sind verpflichtend zu erfüllen. Bei den SOLL-Kriterien, die jeweils mit einer bestimmten Punkteanzahl bewertet werden, muss eine festgelegte Mindestpunkteanzahl erreicht werden. Für Kleinstschulen gelten eigene, angepasste Bestimmungen.
Zusätzliche SOLL-Punkte können durch besondere Initiativen erworben werden, etwa durch innovative Projekte, besonders aufwändige Maßnahmen oder schul- und klassenübergreifende Aktivitäten.
Die vollständige Richtlinie sowie Umsetzungstipps, Formulare und weiterführende Dokumente stehen auf der Homepage des Österreichischen Umweltzeichens zur Verfügung.
UBZ-Angebote für Schulen
Schulen erhalten vom UBZ im Rahmen der Erstzertifizierung drei kostenlose Beratungstage sowie zwei kostenlose Beratungstage bei Folgezertifizierungen (nach Maßgabe der finanziellen Ressourcen unserer Fördergeber). Die Umweltzeichenprüfung selbst wird von externen Prüfer:innen durchgeführt, die vom VKI – Verein für Konsumenteninformation – beauftragt werden.
Das UBZ unterstützt Schulen umfassend bei der Vorbereitung auf die Prüfung. Dazu zählen die Beratung zu den Anforderungen im ökologisch-technischen sowie im umweltpädagogischen Bereich des Kriterienkatalogs UZ 301 sowie die Begleitung der schulinternen Umweltzeichen-Teams.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Qualifizierung von Lehrenden zu Umweltzeichen-Peer-Trainer:innen. Diese können eigenständig Schüler:innen zu Umweltzeichen-Peers ausbilden und betreuen und so das Umweltzeichen nachhaltig in der Schulgemeinschaft verankern.
Darüber hinaus bietet das UBZ die Erstellung von Unterrichtsunterlagen, den Verleih des UBZ-Umweltzeichen-Messkoffers sowie Informationsseminare, Workshops und Vernetzungstreffen zum Erfahrungsaustausch an. Zudem macht das UBZ das Umweltzeichen für Schulen in der Steiermark durch Veranstaltungen und Medienarbeit bekannt und wirkt im Rahmen von Fachausschusssitzungen im Bundeministerium an der Weiterentwicklung der Umweltzeichenkriterien mit. Dabei fließen auch die Erfahrungen aus der Beratung und aus eigenen Audits in die Qualitätsentwicklung ein.
Partner
Österreichweit gibt es speziell ausgebildete und beim Ministerium akkreditierte Umweltzeichen-Berater/Prüfer:innen (Österreichliste).
Das UBZ berät steirische Schulen im Rahmen des Projekts kostenlos. Die Abfallberaterinnen Mirjam Kemmer und Nicole Zweifler beraten ebenfalls in der Dienstzeit.
- Dipl.-Päd. Sabine Baumer (sabine.baumer@ubz-stmk.at)
- Mirjam Kemmer (mirjam.kemmer@abfallwirtschaft.steiermark.at)
- Mag. Pauline Jöbstl (pauline.joebstl@ubz-stmk.at)
- Nicole Zweifler (nicole.zweifler@abfallwirtschaft.steiermark.at)
Die Koordination und Beratung der steirischen Schulen erfolgt meist über das UBZ, eingebunden in das Betreuungssystem sind auch die Abfallwirtschaftsverbände.
Die Arbeiten zur Umweltzeichen-Schule werden gefördert vom Land Steiermark, Abt. 15, im Rahmen des Projekts "Umweltbildung Steiermark".


